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26.09.2017 - Breitband sichert schnelles Internet in Großenhain

Geschäftsführer Lutz Werner (l.) mit OB Dr. Sven Mißbach (r.)

Geschäftsführer Lutz Werner (l.) mit OB Dr. Sven Mißbach (r.)
(© Stadtverwaltung Großenhain)

Als eine der ersten Firmeninhaber profitiert Lutz Werner, Geschäftsführer der Creative Factory Lichtwerbung & Metallleichtbau GmbH, vom Ausbau des schnellen Internets im Gewerbe- und Industriegebiet Flugplatz Großenhain.

Seit 1995 ist das mittelständische Unternehmen, das für Kunden in ganz Europa Lichtwerbeanlagen anfertigt, in Großenhain ansässig. Seit 2012 befindet sich der Firmensitz im Industriegebiet. Lutz Werner und seine derzeit 30 Mitarbeiter behaupten sich in einer Branche, in der leistungsfähige Datenleitungen im wachsenden Maße wettbewerbsentscheidend sind. „Wir konkurrieren mit Firmen aus Osteuropa, die im Bereich digitale Infrastruktur sehr viel besser ausgestattet sind als deutsche Unternehmen. Der Wettbewerbsdruck ist enorm. Gerade im Werbebereich sind wir aufgrund der großen Datenmengen auf das schnelle Internet angewiesen“, so der Großenhainer Unternehmer, dessen Internetanschluss jetzt 50-mal leistungsstärker ist als zuvor. Nach Ansicht des Firmeninhabers wäre es eigentlich Aufgabe des Bundes, die digitale Infrastruktur deutschlandweit zu stärken. Dies sei genauso wichtig, wie Autobahnen zu bauen. Die digitale Unterversorgung ist ein großes Problem, so Lutz Werner. Umso mehr freut es ihn, dass die Stadt Großenhain den Breitbandausbau so konsequent vorantreibt.

Im Februar 2017 hatte der Großenhainer Stadtrat die Erschließung des Industriegebietes Flugplatzes an die ENSO NETZ GmbH vergeben, die sich im Vorfeld in einem europaweiten Teilnahmewettbewerb gegen ihren Mitbewerber durchsetzen konnte. Im Mai dieses Jahres startete der Ausbau mit einem geplanten Investitionsvolumen von 219.000 Euro. Am 25. August wurden die Arbeiten nach dem siebten und damit letzten Bauabschnitt beendet. Gemeinsam mit regionalen Firmen verlegte die ENSO NETZ insgesamt 2,3 Kilometer Lehrrohre und errichtete drei neue Schachtbauwerke. Das alles musste geschehen, ohne den An- und Zulieferverkehr für die Industrie- und Gewerbeunternehmen zu stark zu beeinträchtigen.  

Für ENSO-Regionalbereichsleiter Tilo Kadner war diese Baustelle - trotz Munitions- und Altlastenfunde – dennoch ein vergleichsweise stressfreies Bauvorhaben, auch dank der guten Kooperation mit der Stadt. Zufrieden zeigten sich auch Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach und ENSO-Geschäftsführer Dr. Steffen Heine. „Stadt und ENSO NETZ haben bereits beim Breitbandausbau in der Innenstadt 2015 gute Erfahrungen bei der Zusammenarbeit gesammelt und nun mit der Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes daran anknüpfen können“, so der Oberbürgermeister. „Schnelles Internet ist ein entscheidender Standortvorteil, den wir den Großenhainern und unseren Unternehmen anbieten müssen und wollen. Deshalb liegt uns auch so viel am Breitbandausbau in den Ortsteilen“, betonte Sven Mißbach.

Der Breitbandausbau in 17 der 19 Großenhainer Ortsteile soll bis Mitte nächsten Jahres beginnen und bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Derzeit wird die europaweite Ausschreibung der Leistung vorbereitet. Die Erschließungskosten für die 17 Ortsteile werden auf rund 18,7 Millionen Euro geschätzt. Abzüglich der Einnahmen aus Benutzeranschlüssen in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro verbleibt eine Wirtschaftlichkeitslücke von rund 15,3 Millionen Euro. Diese schließt die Stadt mithilfe von Fördermittelgebern und aus Eigenmitteln. Bund und Freistaat Sachsen beteiligen sich mit Förderungen in Höhe von rund 9,2 Millionen Euro beziehungsweise rund 4,6 Millionen Euro. Die Stadt Großenhain will rund 1,5 Millionen Euro im städtischen Haushalt 2018/ 2019 dafür aufbringen.     

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