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07.09.2016 - Fördermillionen für Sachsens Breitbandausbau


(© Beratungsstelle DiOS)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat insgesamt 18 Förderbescheide für Netzausbauprojekte an die Landkreise Nordsachsen, Bautzen und Vogtland, sowie die Gemeinde Gornau (Erzgebirge) übergeben.

Insgesamt werden so rund 208 Millionen Euro Bundesmittel nach Sachsen fließen – das sind fast ein Viertel aller Bundesmittel, die in dieser Förderrunde ausgeschüttet wurden. Der Freistaat kofinanziert diese Vorhaben mit weiteren fast 100 Millionen Euro. Die gesamte Investitionssumme beträgt rund 400 Millionen Euro.

Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für Digitales: „Alle aus Sachsen beim Bund eingereichten Anträge auf Breitbandförderung haben sich im bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt. Dies ist ein wichtiger Schritt, um den Wirtschaftsstandort Sachsen auf dem Weg in die Digitalisierung fit zu machen. Damit deren vielfältige Chancen genutzt werden können, brauchen alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einen leistungsfähigen Breitbandanschluss. Das starke Engagement des Freistaates bei der Erschließung von für Telekommunikationsunternehmen unwirtschaftlichen Regionen kann nur gemeinsam mit den Initiativen der Kommunen zum Erfolg führen. Deshalb stocken wir den Förderanteil für kommunale Breitbandprojekte im Freistaat auf bis zu 90 Prozent auf. “

Der Freistaat Sachsen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2018 die Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsbreitband im Bereich 50 Mbit/s flächendeckend zu verbessern. Bis 2025 sollen im nächsten Schritt mindestens 100 Mbit/s flächendeckend verfügbar sein. „Digitalisierung beeinflusst unsere Gesellschaft grundlegend und ist mit vielen Chancen, aber auch Herausforderungen verbunden“, betont Staatssekretär Brangs. „In unserer Digitalisierungsstrategie widmen wir uns neben der Entwicklung der digitalen Infrastruktur und des Breitbandausbaus daher einem breiten Spektrum digitaler Zukunftsthemen. Dieses reicht von Informationssicherheit und „Guter Arbeit“ im digitalen Zeitalter bis hin zur Digitalisierung in der Verwaltung.“

Essentielle Voraussetzung für viele dieser Bereiche ist aber der flächendeckende Ausbau eines Netzes für Hochgeschwindigkeitsbreitband in Sachsen. Mit Stand Mitte 2016 verfügen nun 51,5 Prozent der sächsischen Haushalte über Breitbandanschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s. Bereits 45,4 Prozent der sächsischen Haushalte haben die Möglichkeit, Anschlüsse von mindestens 100 Mbit/s zu nutzen. Gegenüber Ende 2015 verzeichnet Sachsen bei der 50-Mbit/s-Versorgung damit einen überdurchschnittlichen Versorgungszuwachs im Bundesländervergleich von circa 1,9 Prozentpunkten. Das war der drittgrößte Zuwachs aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt 1,1 Prozentpunkte). Dennoch herrscht in Sachsen bei diesem Thema weiterhin enormer Nachholbedarf, bei dem vorrangig das starke Engagement der Privatwirtschaft gefordert ist.

Mit den geplanten Förderprojekten können nun etwa 112.000 weitere Haushalte und rund 9.300 Unternehmen mit Anschlüssen mit Bandbreiten über 50 Mbit/s neu versorgt werden. Der Versorgungsgrad in Sachsen wird dadurch voraussichtlich um fünf Prozent steigen.

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