1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Glossar

CATV, FTTC, GPON – wer sich mit dem Thema Breitband beschäftigt, stößt auf eine Vielzahl an Abkürzungen, Fremdwörtern und Fachbegriffen. Wir haben für Sie die wichtigsten davon zusammengestellt – und erklärt. Ihnen fehlt eine Abkürzung?

Dann schreiben Sie uns eine Nachricht und wir nehmen ihn gerne in unser Glossar auf.

Access Network

Netzabschnitt im Ortsbereich, über den der Kunde mit der Ortszentrale verbunden ist

ADSL

Asymmetric Digital Subscriber Line: Übertragungstechnologie mit Datenübertragung über einfache Kupferleitungen, ermöglicht üblicherweise Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s

Anschlussbereich

Bereich im Zugangsnetz, der durch einen einzigen Hauptverteiler versorgt wird

Backbone

technisches Basisnetz, das überwiegend aus Glasfaser besteht und sehr hohe Datenübertragungsraten bietet

Bandbreite

umgangssprachliche Bezeichnung für Datenübertragungsrate

Bitstromzugang

Vorleistungsprodukt, das ein Netzbetreiber anderen Telekommunikationsunternehmen anbietet, damit dieser Produkte an Endkunden verkaufen kann (vgl. Entbündelung)

CATV

Cable Television, Kabelfernsehen, welches in modernen Netzen dank Rückkanalfähigkeit auch einen Breitband-Internetzugang ermöglicht (vgl. DOCSIS)

CAPEX

Capital Expenditure, die Investitionskosten, also Ausgaben für längerfristige Anlagegüter

Carrier

Netzbetreiber

Dark Fiber

unbeschaltete, momentan ungenutzte Glasfaser (vgl. Passives Netz)

DOCSIS

Data Over Cable Service Interface Specification, Standard, der die Anforderungen für Datenübertragungen in einem Breitbandkabelnetz definiert; die aktuelle Generation 3.0 ermöglicht bis zu 200 Mbit/s Downstream, DOCSIS 3.1 ist bereits spezifiziert und soll bis zu 10 Gbit/s bieten (vgl. CATV)

Downstream / Download

Datenstrom vom Server zum Nutzer, Empfangsrichtung

DSLAM

Digital Subscriber Line Access Multiplexer, Teil der DSL-Infrastruktur an der die Teilnehmeranschlussleitungen zusammenlaufen

Entbündelung

separates Angebot der einzelnen Telekommunikations-Leistungen: Infrastruktur, Betrieb und Dienste; ermöglicht Anbietern ohne eigene Infrastruktur Leitungen zu mieten und diese Endkunden zur Verfügung zu stellen (vgl. Bitstromzugang)

FTTB

Fiber To The Building, Glasfaserkabel bis zum Gebäude verlegt, innerhalb des Gebäudes werden andere Übertragungstechnologien verwendet; ermöglicht mehrere Hundert Mbit/s Downstream

FTTC

Fiber To The Curb, Glasfaserkabel bis zum Bürgersteig, wo ein Kabelverzweiger aufgebaut ist und die restliche Strecke zu den einzelnen Endkunden über Kupferkabel erschlossen wird; ermöglicht bis zu 100 Mbit/s Downstream

FTTH

Fiber To The Home, Glasfaserkabel bis zur Wohnung, schnellste und zukunftsfähigste Technologie, die Bandbreiten bis in den Gbit/s-Bereich ermöglicht

FTTx

Fiber To The x, verschiedene Ausbaustufen in der Planung eines Glasfasernetzes bis zu Abschlusspunkt x

Glasfaser

Kabel, bei dem zur Übertragung von Informationen Lichtsignale genutzt werden; ermöglicht eine nahezu verlustfreie Überwindung großer Entfernungen

GPON

Gigabit Passive Optical Network, passives optisches Netz innerhalb  eines Breitbandnetzes, ermöglicht Datenraten im Bereich mehrerer Gbit/s

HFC

Hybrid Fiber Coax, FTTC-Variante, bei der das optische Signal in ein elektrisches Signal umgewandelt und dann via Koaxial-Kabel zum Kunden gelangt (vgl. DOCSIS)

HSPA

High Speed Packet Access, Erweiterung des Mobilfunkstandards UMTS, die je nach Empfangssituation Übertragungsraten von bis zu 42 Mbit/s Downstream ermöglicht

HVt

Hauptverteiler, Schnittstelle zwischen Backbone und Kabelverzweiger (KVz)

HVt-Nahbereich

Umkreis von rund 550 Meter Radius um den Hauptverteiler (HVt); in der Regel der Bereich in dem VDSL angeboten werden kann, wenn der HVt mit Glasfaser angebunden ist

Incumbent

(engl. für Amtsinhaber), der ehemalige Monopolist im Telekommunikationsmarkt, die Deutsche Telekom

Internet über Satellit

satellitengestützter Breitband-Internetzugang, der quasi flächendeckend nutzbar ist, jedoch aufgrund der großen Entfernung hohe Latenzen mit sich bringt, ermöglicht je nach Anbieter Übertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s Downstream

KMU

Es wird die KMU- Definition der Europäischen Kommission zugrunde gelegt: Als KMU gilt „jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt. Dazu gehören insbesondere auch jene Einheiten, die eine handwerkliche Tätigkeit oder eine andere Tätigkeit als Einzelperson- oder Familienbetrieb ausüben, sowie Personengesellschaften oder Vereinigungen, die regelmäßig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen.“ (Vgl. Art. 1 im Anhang zur Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (Az. K[2003]1422 – Abl. der EU vom 20. Mai 2003, L 124/36). Der Status der Einheit nach nationalem Recht ist hierbei nicht entscheidend; es kommt nur auf die Art der Tätigkeit an. Eine wirtschaftliche Tätigkeit in diesem Sinne ist jede Tätigkeit, die auf die Bereitstellung von Waren und/oder Dienstleistungen auf einem bestimmten Markt abzielt, unabhängig davon, ob damit Einnahmen oder sogar ein Gewinn erzielt werden sollen, und auch unabhängig davon, ob die Einheit offiziell Teil der öffentlichen Verwaltung ist. Kommunale Körperschaften können wirtschaftlich tätig sein, ebenso rechtlich unselbständige Eigenbetriebe der Kommune. Auch Vereine können wirtschaftlich tätig sein, unabhängig von ihrer Rechtsfähigkeit, dem Vereinszweck oder einer Gemeinnützigkeit. Art. 2 Nrn. 10 und 13 der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 lässt Unterstützungen aus dem EFRE auch an natürliche Personen zu, wenn – und nur dann – diese die o.g. Unternehmensvoraussetzung (wirtschaftliche Tätigkeit) erfüllen.

Kumulationsgebiet

Ein Kumulationsgebiet ist ein Gebiet, in dem noch kein Netzbetreiber ein NGA-Netz flächendeckend entsprechend der NGA-RR anbietet und dieses voraussichtlich auch nicht im Zeitraum der kommenden drei Jahren anbieten wird. Zudem enthält ein Kumulationsgebiet mindestens zehn KMU. Die im Kumulationsgebiet ansässigen KMU sind zu mindestens 50 Prozent mit Bandbreiten von mindestens 500 Mbit/s symmetrisch zu erschließen.
Sonstige Nutzer im Kumulationsgebiet können im Rahmen von Synergien gemäß NGA-RR miterschlossen werden. Damit die Ausgaben für die Errichtung der Infrastruktur für die sonstigen Nutzer im Sinne der RL DiOS-EFRE berücksichtigt werden dürfen, müssen diese Ausgaben unter den Erschließungskosten der KMU liegen. Es kommt unter Berücksichtigung der Zielstellung der Förderprioritäten grundlegend auf die Erschließung der KMU an.

KVz

Kabelverzweiger, passiver, in der Regel grauer, Schaltschrank am Straßenrand, der über das Hauptkabel mit der Ortsvermittlungsstelle verbunden ist und die umliegenden Häuser über Verzweigungskabel anschließt

Latenz

Verzögerungszeit von der Anfrage des Nutzers bis zur Ausgabe einer Antwort, das heißt im Wesentlichen die Signallaufzeit vom Client zum Server und wieder zurück

Leerrohr

Kabelkanal bzw. Rohr, welches bei anfallenden Tiefbauarbeiten mitverlegt wird, um es später für Leitungen nutzen zu können

Letzte Meile

siehe TAL

Lichtwellenleiter (LWL)

alternative Bezeichnung für Glasfaser

LTE

Long Term Evolution, Mobilfunkstandard der vierten Generation, der je nach Empfangssituation Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s Downstream ermöglicht

LTE-Advanced

Long-Term-Evolution-Advanced, Erweiterung des Mobilfunkstandards LTE, die je nach Empfangssituation Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s Downstream ermöglicht

Mbit/s

Megabit pro Sekunde, Maßeinheit für die Datenübertragung

NGN / NGA

Next Generation Network bzw. Access, hochleistungsfähige Breitbandnetze, die ausschließlich paketvermittelt arbeiten und zu traditionellen leitungsbasierten Telekommunikationsnetzen kompatibel sind

OPAL

Optische Anschlussleitung, spezielle Technik der Teilnehmeranschlussleitung, bei der teilweise passive Glasfaser genutzt wird; wurde vor allem nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern eingesetzt, um die Versorgung mit Telefonanschlüssen zu verbessern; basiert auf einem Bus-System und ist damit technisch inkompatibel zu aktueller IP-basierter (Glasfaser-)Infrastruktur

Open Access

diskriminierungsfreier Zugang für Dritte zur Netzinfrastruktur, in der Regel für bestimmte Zeit verpflichtend bei geförderten Projekten

OPEX

Operational Expenditure, operative Kosten, also Betriebskosten

Passives Netz

Breitbandnetz ohne aktive Bestandteile, dazu gehören Leerrohre, unbeschaltete Glasfaser, Verteiler und Gehäuse (vgl. Dark Fiber)

Point to Multipoint

Anbindung jedes Teilnehmers bis zu einem passiven Netzknoten, der die weitere Verteilung gebündelt übernimmt

Point to Point (P2P)

direkte Anbindung eines Teilnehmers mit einer Glasfaseranbindung vom Knotenpunkt (PoP) bis zum definierten Abschlusspunkt (1:1-Verbindung)

Point of Presence

Knotenpunkt im Basisnetz – ein Hauptverteiler kann als Knotenpunkt beschrieben werden

QoS

Quality of Service, Güte eines Kommunikationsdienstes aus Anwenderperspektive

SDSL

Symmetric Digital Subscriber Line, DSL-Variante, bei der Down- und Upload im Gegensatz zu ADSL symmetrisch aufgeteilt sind, das heißt in beide Richtungen die gleichen Übertragungsraten erreicht werden; wird hauptsächlich bei Geschäftskunden eingesetzt

TAL

Teilnehmeranschlussleitung,Verbindung zwischen Ortsvermittlungsstelle und Teilnehmer, besteht in der Regelaus einer Kupferdoppelader, wird auch „letzte Meile“ genannt

UMTS

Universal Mobile Telecommunications System, Mobilfunkstandard der dritten Generation, der je nach Empfangssituation Übertragungsraten von bis zu 384 kbit/s Downstream ermöglicht

Upstream / Upload

Datenstrom vom Nutzer zum Server, Senderichtung

VDSL

Very High Speed Digital Subscriber Line, verbesserte DSL-Technologie, die deutlich höhere Übertragungsraten als ADSL ermöglicht, jedoch ebenfalls auf dem letzten Abschnitt Kupferleitungen zur Datenübertragung verwendet

Vectoring

VDSL2-Erweiterung, die höhere Datenübertragungsraten ermöglicht, indem die gegenseitige Beeinflussung einzelner Teilnehmeranschlussleitungen (sogenanntes Übersprechen) vermieden wird, nach aktuellem Stand ist diese Technologie nicht förderfähig, da Open Access nicht hinreichend gewährleistet wird

VzK

Verzweigungskabel, Telefonkabel zwischen Kabelverzweiger und Hausverteiler

WLAN

Wireless Local Area Network, lokales Funknetz, welches in der Regel für die Verteilung eines Breitbandzugangs auf einzelne Nutzer bzw. Endgeräte in einem Haushalt verwendet wird, jedoch auch zur Überbrückung kleinerer Distanzen bei punktueller Unterversorgung genutzt werden kann

xDSL

x Digital Subscriber Line, verschiedene DSL-Varianten wie zum Beispiel ADSL, SDSL und VDSL, die für die Datenübertragung auf dem letzten Stück zum Kunden klassische Kupfer-Telefonleitungen verwenden (vgl. TAL)

Marginalspalte


Glossar

© Institution